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Archiv der Kategorie ‘Gisberts Randnotizen‘

 
 

Zur Diskussion gestellt: Medwedew redet von Rüstung, weil Friedensrede überhört wurde

Dieser Artikel erschien am 16.03. bei Russland-Aktuell. Ihre Meinung?

Gisbert Mrozek, Moskau. Es ist schon merkwürdig: versöhnliche Friedensangebote wie Medwedews Berliner Rede vor einem Jahr werden meist überhört, weil ungewohnt. Kommen dann andere Töne aus Moskau, funktionieren im Westen wieder die Reflexe.

Eigentlich hat Medwedew mit seiner Militärmodernisierungsrede nichts anderes getan, als eine Konsequenz daraus zu ziehen, dass seine Berliner Rede überhört wurde. Er kann gar nicht anders. Bei Strafe des eigenen Untergangs. Er kann schlecht mit Obama über Kompromisse reden, wenn er zu Hause den Ruf des Weicheis hat. Darum ist seine Rede auch für den internen Hausgebrauch - aber nicht nur.

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Amoklauf in Russland – ein fast unbekanntes Phänomen

Auch in Russland gibt es alle Voraussetzungen für blutige Gemetzel: soziale Spannungen, Psychopathen und Massen an Waffen. Aber es gibt bisher kein Wort für „Amoklauf“. Blutbäder wie in den USA, Erfurt, Emsdetten oder Winnenden fanden bisher nicht statt. Erst am Freitag, dem 13.März 2009 wurde erstmals ein Amoklauf aus einer sibirischen Kleinstadt gemeldet.

Dabei ist in Russland Schusswaffenbesitz ohne Waffenschein oder Jagdschein verboten und wird hart bestraft. Das russische Waffengesetz erlaubt bisher nur den Verkauf von Gaspistolen. Aber dies Verbot ist nicht entscheidend, zumal es kaum kontrollierbar ist.

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Zur Diskussion gestellt: Putins Grundordnung für Russland - Souveräne Demokratie

Dieser Artikel erschien am 3.12.2007 bei Russland-Aktuell. Ihre Meinung?

Von Gisbert Mrozek, Moskau. Die dritte schwere Wahlniederlage in Folge für die liberale Opposition. Duma ohne Kasparow. Ist damit die Demokratie am Ende und der Totalitarismus beginnt? Nein, es ist eigentlich eine Chance.

Es ist ein weit verbreiteter Denkfehler, Opposition in Russland mit Kasparow, Nemzow, Jawlinski und Ryschkow gleichzusetzen und für deren Niederlagen Manipulationen des Kremls verantwortlich zu machen.

Waren Jawlinski, Nemzow und Ryschkow wenigstens in der Vergangenheit wichtige Vertreter authentischer oppositioneller Strömungen, so hat der aus New-York re-importierte Kasparow in Russland auch ohne Manipulation nie mehr Chancen gehabt, als seinerzeit in der Bundesrepublik der KPD/ML-Chef Ernst Aust.


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