Bürokratiewettlauf zwischen den Welten (2)
Wenn man denkt, man hat die Bedürfnisse der deutschen Bürokratie endlich befriedigt, dann kommt die russische ins Spiel: dieses hinterhältige Chamäleon, das sich aus dem Blick stiehlt, um dann von hinten um so unerwarteter anzugreifen.
Mein russischer Verlobter und ich hatten also endlich mein deutsches „Ehefähigkeitszeugnis“: stolze 55 Euro hatten wir dem deutschen Standesamt dafür bezahlt, dass wir die ganze Arbeit selbst gemacht hatten. Nachdem wir dann noch ordnungsgemäß eine Apostille zur Anerkennung des Dokuments in Russland eingeholt hatten, marschierten wir guter Dinge zum Standesamt in Kaliningrad, um uns offiziell zur Trauung anzumelden.
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